
Lukas Voss · Band 4
Codename Artemis
Kontrolle ist tödlich
Sophia Frost ist verschwunden. Und Lukas Voss weiß: Wenn er zu spät kommt, verliert er mehr als einen Menschen.
Lukas hat Sophias Schwester ein Versprechen gegeben. Mit FBI-Agent Michael Reyes folgt er der Spur nach Osteuropa und erkennt, dass dies keine gewöhnliche Entführung ist. Der vierte Fall der Serie.
- Erscheint am 8. November 2026
- E-Book jetzt vorbestellbar
- Taschenbuch und gebunden folgen
Worum es geht
Wem nützt ein Sieg in Wahrheit?
Sophia wird festgehalten. Abgeschirmt. Abhängig von Entscheidungen, die andere für sie treffen. Lukas hat ihrer Schwester ein Versprechen gegeben. Doch je weiter ihn die Suche führt, desto deutlicher wird: Dies ist keine gewöhnliche Entführung. Etwas Größeres ist in Bewegung – präzise vorbereitet, sorgfältig verborgen.
Gemeinsam mit FBI-Agent Michael Reyes folgt Lukas der Spur nach Osteuropa. Jeder Schritt bringt Antworten – und neue Fragen. Am Ende steht nicht die Frage, ob Lukas gewinnen kann. Sondern wem ein Sieg in Wahrheit nützt.
Ein düsterer Polit- und Spionagethriller über Kontrolle, Loyalität und den Preis der Wahrheit.
Kontrolle. Loyalität. Der Preis der Wahrheit.
Leseprobe
Kapitel 1
Hochsicherheitsgefängnis, unbekannter Ort in Osteuropa
Der Regen peitschte gegen die Außenmauern des Gefängnisses. Dunkle Wolken hingen tief über Osteuropa, verwandelten den Nachmittag in eine graue Dämmerung. Der Mann zog die Kapuze seiner durchnässten Regenjacke tiefer ins Gesicht und eilte zum Eingang. Drinnen, hinter der ersten Sicherheitsschleuse, streifte er die Kapuze ab und öffnete die Jacke. Grauer Anzug, unauffällige Schuhe, eine schmale Ledertasche mit Dokumenten. Die Wachen nickten ihm zu. Einer von vielen Anwälten, die täglich durch diese Gänge liefen. Routine.
Die Sicherheitsschleuse piepte, als er hindurchtrat. Der Metalldetektor blieb stumm. Die Tasche wurde geöffnet, durchsucht – nur Papiere, nichts Auffälliges. Ein Wachmann in blauer Uniform überprüfte seinen Ausweis, las den Namen und verglich das Foto. Alles stimmte. Der Ausweis wurde zurückgereicht.
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„Zelle Sieben-Drei-Vier“, sagte der Wachmann. „Folgen Sie mir.“
Der Anwalt nickte, nahm seine Tasche und ging hinter dem Wachmann her.
Das Hochsicherheitsgefängnis lag in Osteuropa – die genaue Lage war wenigen Menschen bekannt. Es war einer jener Orte, die nur die übelste Sorte von Verbrechern von innen sah. Hohe Mauern, Stacheldraht. Ein Ort, aus dem niemand verschwand. Nicht lebend. Nicht ohne Spuren zu hinterlassen.
Der Korridor war schmal, beleuchtet von kaltweißen Neonröhren. Türen links und rechts, nummeriert und verschlossen. Der Wachmann blieb vor einer Zellentür stehen, holte den Schlüsselbund hervor.
„Zehn Minuten“, sagte er knapp.
Der Anwalt nickte. Er wusste nicht, warum er hier war. Die Anfrage war kurzfristig gekommen. Ein Insasse, der rechtliche Beratung benötigte. Er hatte nicht weiter nachgefragt. Als einer der wenigen Anwälte, die sich mit dieser Art Klientel abgaben, war er regelmäßig hier – und nicht selten so kurzfristig wie an diesem Tag.
Das Schloss klickte. Die Tür schwang auf. Drinnen saß ein Mann auf seiner schmalen Pritsche. Ruhig, die Hände im Schoß gefaltet, den Rücken gerade. Er trug die graue Anstaltskleidung, die hier jeder trug. Sein Gesicht war kantig, die Augen wach, ohne sichtbare Regung. Er sah den Anwalt an. Nickte knapp.
Der Anwalt trat ein und die Tür fiel hinter ihm ins Schloss.
* * *
Knappe zehn Minuten später – drei harte Schläge von innen gegen die Zellentür. Rhythmisch. Das Signal, dass der Besuch beendet war. Der Wachmann, der im Korridor gewartet hatte, drehte sich um. Er trat zur Tür und blickte durch die Gitterstäbe. Der Anwalt stand bereit, die Regenjacke bereits angezogen, die Kapuze über dem Kopf.
Der Wachmann schloss auf und warf einen Kontrollblick in die Zelle. Der Insasse lag wieder auf seinem Bett, den Rücken zur Tür, alles wirkte normal, als der Anwalt hinaustrat. Den Kopf leicht gesenkt und die Tasche in der Hand, nickte er dem Wachmann zu. Dieser verschloss die Tür und begleitete den Besucher zurück durch den Korridor, durch die Schleusen, bis zum Ausgang.
Draußen regnete es noch immer. Der Mann zog die Kapuze tiefer und verschwand im Grau des Nachmittags.
* * *
Die Kontrollrunde begann etwa eine Stunde später. Der Wärter – ein Mann mittleren Alters mit müden Augen und einer Routine, die sich über Jahre eingeschliffen hatte – ging den Korridor entlang. Schlüsselbund in der Hand, Blick auf die Türnummern. Er blieb vor einer Zelle stehen, warf einen Blick durch die Gitterstäbe.
Der Insasse lag auf der Pritsche, den Rücken zur Tür, die Decke bis zur Schulter hochgezogen. Scheinbar schlafend.
Der Wärter runzelte die Stirn. Geschlafen wurde später. Das wusste jeder hier. Er schlug mit dem Schlagstock gegen die Gitterstäbe der Tür. Ein hartes, metallisches Klingen hallte durch den Korridor.
„Aufstehen.“
Keine Reaktion.
Er schlug erneut, lauter dieses Mal. „Hey. Ich rede mit dir.“
Nichts. Kein Zucken, keine Bewegung.
Der Wärter fluchte leise, holte den Schlüssel hervor und öffnete die Tür. Das Schloss klickte und die Tür schwang auf. Er trat näher, den Schlagstock locker in der Hand, bereit, ihn, wenn nötig, einzusetzen.
„Ich hab gesagt, aufstehen.“
Er griff nach der Schulter des Mannes, um ihn zur Seite zu drehen. Dabei fiel sein Blick auf dessen Oberarm und er hielt kurz inne. Sollte dieses Arschloch nicht so ein hässliches Knast-Tattoo haben? Die kyrillische Schrift, die dort sein sollte, fehlte.
Der Wärter drehte den Insassen auf den Rücken. Das Gesicht, das ihm entgegensah, war bleich. Kalt. Der Mund leicht geöffnet. Die Augen halb geöffnet, starr und leblos. Er wich einen Schritt zurück, sein Herzschlag beschleunigte sich – starrte auf den Arm, dann auf das Gesicht. Dann zurück auf den Arm.
Er drehte sich um, riss das Funkgerät von seinem Gürtel und rannte zur Tür.
„Alarm in Zelle Sieben-Drei-Vier! Wir haben einen Toten hier – und …“ Die Worte blieben ihm beinahe in der Kehle stecken. „… und es ist nicht der Insasse.“
* * *
Der Alarm zerriss die Stille des Gefängnisses. Innerhalb von Minuten füllte sich der Korridor mit Wachpersonal, Ärzten, Verwaltungsbeamten. Die Zelle wurde gesichert, der Körper untersucht. Tot – seit mindestens einer Stunde, so der Arzt. Todesursache unklar. Keine sichtbaren Verletzungen. Aufschluss darüber würde wohl die Obduktion geben.
Aber das war nicht das Problem.
Das Problem war: Der Mann auf der Pritsche war nicht der Insasse – es war der Anwalt.
Hektisch wurden die Überwachungsaufnahmen überprüft. Kameras im Korridor, an den Schleusen. Alles schien normal. Alles, bis auf einen Anwalt, der dem Insassen einen Besuch abgestattet hatte. Sauber dokumentiert. Keine Auffälligkeiten. Die Genehmigung wurde aus den Akten geholt. Unterschrift korrekt. Stempel echt. Er war gekommen, etwas mehr als acht Minuten in der Zelle gewesen, und hatte die Einrichtung danach wieder verlassen. Die Verwaltung prüfte erneut den Namen des Anwalts. Die Daten existierten. Eine Kanzlei unweit des Gefängnisses – sein Name war nicht unbekannt im System, er hatte augenscheinlich schon öfter in dieser Einrichtung zu tun gehabt.
Drei Stunden nach dem Alarm stand der Gefängnisdirektor in seinem Büro, das Telefon in der Hand, und sprach mit Menschen, die er lieber nicht anrufen wollte. Sein Gesicht war grau, die Stimme angespannt. „Ja“, sagte er leise. „Bestätigt. Es muss während des Anwaltsbesuchs stattgefunden haben. Wie genau er das geschafft hat, ist noch unklar. Todesursache bisher unbekannt.“
Eine Pause. Dann: „Nein. Keine Spur. Er ist weg.“
Er legte auf und starrte auf den Schreibtisch vor sich. Akten, Berichte, Protokolle. Alles nutzlos, wenn das System versagte.
Ein Mann, der nie wieder in Freiheit hätte gelangen dürfen, war weg. Nicht durch Gewalt. Nicht durch Chaos. Sondern durch Präzision. Durch Planung.
Viktor Koval war frei.
Ende der Leseprobe
Viktor Koval ist frei. Und das ist erst der Anfang.
Codename Artemis erscheint am 8. November 2026. Sichere dir das E-Book schon jetzt.
E-Book ab 8. November 2026

Hinter dem Buch
Wie Codename Artemis entstand
Lukas hat ein Versprechen gegeben – und er wird dieses Versprechen halten.
Mehr wird vor dem Erscheinen nicht verraten.
Was Leser über die Serie sagen
Spannung pur.
★★★★★
„Ich bin begeistert von dieser Reihe. Spannung pur und zügig geschrieben.“
Amazon-Rezension zu Doppelspiel
★★★★★
„Ein literarischer Sog, der einen vom ersten Satz an in seinen Bann zieht.“
Amazon-Rezension zu Höhenangst
★★★★★
„Rasant, spannend und voller Überraschungen – ein Thriller, den man nicht mehr aus der Hand legen will.“
Kathi, Amazon-Rezension zu Höhenangst
Ausgaben
Zuerst als E-Book, danach gedruckt.
| Format | Umfang | ISBN | Erschienen |
|---|---|---|---|
| E-Book (Kindle) | – | – | 08.11.2026 |
| Taschenbuch | – | – | folgt |
| Gebundene Ausgabe | – | – | folgt |
Das E-Book kannst du schon jetzt auf Amazon vorbestellen. Taschenbuch und gebundene Ausgabe erscheinen nach dem E-Book.
© 2026 Paul Chordwell

