
Lukas Voss · Band 3
Projekt Umbra
Die stille Bedrohung
Sie töten lautlos. Sie hinterlassen keine Spuren. Und du weißt nicht, dass du ihr Ziel bist.
Ein Informant stirbt kurz vor seiner Anhörung. Lukas wird inoffiziell nach New York gerufen und stößt auf ein geheimes Projekt, das tödlicher ist als alles, was er kennt. Der dritte Fall der Serie.
- Gratis mit Kindle Unlimited
- E-Book, Taschenbuch, gebunden
- Erschienen im Januar 2026
Worum es geht
Die lautlose Waffe einer neuen Zeit.
Kurz vor einer Anhörung stirbt ein ehemaliger Informant unter mysteriösen Umständen. Lukas Voss wird nach New York gerufen – inoffiziell, diskret. Was als Routinemission beginnt, führt ihn auf die Spur eines geheimen Projekts, das tödlicher ist als alles, was er je gesehen hat. Während sich die Hinweise verdichten, geraten nicht nur seine Gegner, sondern auch seine engsten Verbündeten ins Visier.
Ein Thriller über die lautlose Waffe einer neuen Zeit und den schmalen Grat zwischen Wahrheit und Verrat. Für Fans von Lee Child, Marc Elsberg oder Tom Clancy.
Rasant. Düster. Hochaktuell.
Leseprobe
Kapitel 1: Der letzte Tag
Donnerstag, später Nachmittag – Metropolitan Correctional Center, Manhattan
Die Zelle war knapp drei mal vier Meter groß. Dmitri Volkov lag auf der schmalen Pritsche, starrte nach oben und zählte die Risse in der grau gestrichenen Betondecke. Zweiundfünfzig – er hatte sie in den vergangenen Tagen schon unzählige Male gezählt, kannte jeden einzelnen davon. Morgen um neun würde er aussagen, würde er Namen nennen, Verbindungen aufdecken, ein Netzwerk bloß legen, das sich jahrelang im Schatten bewegt hatte.
Volkov war der Mann für die Logistik gewesen. Container von einem Hafen zum anderen bewegen, Routen koordinieren, Zeitpläne überwachen. Waffenschmuggel war ein schmutziges Geschäft, aber er hatte sich eingeredet, dass er nur die technische Seite abwickelte. Nichts Aufregendes, nur Zahlen und Transportwege. An seinen Händen würde kein Blut kleben. Doch die Aufträge wurden größer, die Mengen zu groß für lokale Konflikte. Die Ziele internationaler – Hamburg, Istanbul, Rotterdam. Die Finanzierung war professionell und allmählich wurde ihm klar, dass er nicht für eine gewöhnliche Schmugglerbande arbeitete, sondern für etwas viel Größeres. Ein internationales Netzwerk mit Zellen in mindestens einem Dutzend Ländern.
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Sein Ansehen im Netzwerk stieg, und damit auch der Umfang der Informationen, die bis zu ihm durchdrangen. Jede Lieferung war ein Puzzleteil in einem größeren Plan. Er hatte begonnen, die Namen zu sammeln. Codewörter aufzuschnappen. Was er entdeckte, ließ ihm das Blut in den Adern gefrieren. Gezielte Anschläge und Destabilisierung ganzer Regionen. Und immer wieder tauchte ein Name auf – jemand, dessen wahre Identität selbst den besten Geheimdiensten ein Rätsel war.
Alles lief gut. Bis ein gewiefter Undercover-Agent es schaffte, ihn mit einer fingierten Lieferung aus Rotterdam in eine Falle zu locken. Volkov hatte geglaubt, es sei ein routinemäßiger Transfer – zweihundert Automatikgewehre, eine einfache Übernahme und Weiterleitung nach Südamerika. Stattdessen hatte er sich in einem Lagerhaus voller FBI-Agenten wiedergefunden, die offensichtlich schon auf ihn gewartet hatten. Als er in den ersten Verhören angedeutet hatte, dass er nur ein kleiner Fisch in einem international agierenden Netzwerk war, dauerte es nicht lange, bis das FBI einen Deal angeboten hatte. Volkov wusste, dass diese Menschen gestoppt werden mussten – und es war auch die Chance, seinen eigenen Kopf aus der Schlinge zu ziehen. Nachdem er Details über die geplanten Operationen erfahren hatte, die gnadenlose Brutalität, die Methoden, die völlige Missachtung unschuldiger Leben – hatte er keine andere Wahl gehabt, als zu kooperieren.
Und so saß er nun hier, seine Finger trommelten nervös auf der dünnen Matratze. Er setzte sich auf und rieb sich das Gesicht. Ein metallischer Geschmack lag auf seiner Zunge – der verdammte Kaffee hier war ungenießbar.
Die Stille in der Zelle war erdrückend. Nur das ferne Summen der Klimaanlage und gelegentliche Schritte im Gang durchbrachen die Ruhe. Volkov griff nach dem Buch auf seinem kleinen Tisch – ein abgegriffener Thriller, den ihm sein Anwalt gebracht hatte. Lesen würde ihn ablenken, die Zeit bis zum Abendessen überbrücken. Aber die Konzentration wollte nicht kommen. Seine Gedanken kreisten um die morgige Aussage. Um die Gesichter, die Reaktionen, wenn er die Wahrheit aussprach.
Ein stechender Schmerz durchfuhr plötzlich seine Brust.
Volkov ließ das Buch fallen und presste die Hand gegen das Brustbein. Der Schmerz war scharf, brennend, als würde sich etwas von innen durch seine Rippen bohren. Seine Atmung wurde flach, mühsam.
Was zum Teufel war das?
Er schwang die Beine von der Pritsche und wollte aufstehen, aber seine Beine versagten. Die Welt begann sich zu drehen. Seine Hände zitterten, als er sich an der Bettkante festklammerte. Der Notfallknopf. Er musste den roten Knopf an der Wand erreichen.
Volkov taumelte, streckte die Hand aus, aber die zwei Meter zur Wand fühlten sich an wie eine Meile. Seine Beine gaben nach, er stolperte, fing sich am Tisch ab. Der Schmerz in seiner Brust intensivierte sich, strahlte in den linken Arm aus.
„Verdammt …“, presste er zwischen zusammengebissenen Zähnen hervor.
Der Kollaps kam schnell und gnadenlos. Volkovs Herzschlag wurde unregelmäßig, setzte aus. Seine Lungen kämpften um Sauerstoff, den das Blut nicht mehr transportieren konnte. Sein Bewusstsein schwand in Wellen – kurze Momente der Klarheit, gefolgt von schwarzer Leere. Er fiel schwer zu Boden. Der Aufprall war hart, aber der Schmerz drang kaum noch zu ihm durch. Seine Augen weiteten sich, starrten an die Decke, zu den 52 Rissen. Er würde diese Risse nie wieder zählen.
* * *
Officer Martinez machte seine Runde um 18:05 Uhr. Es war die übliche Abendkontrolle – ein kurzer Blick in jede Zelle, Bestätigung, dass alle Häftlinge anwesend und wohlauf waren. Nicht so bei Zelle 127. Dmitri Volkov lag regungslos auf dem Boden. „Verdammt“, murmelte Martinez und griff nach seinem Funkgerät. „Zentrale, hier Block C. Ich benötige sofort den Arzt in Zelle 127.“
Er schloss die Zelle auf und kniete sich neben Volkov. Kein Puls am Handgelenk. Die Haut war bereits kühl, die Lippen bläulich verfärbt. Martinez versuchte eine Herzdruckmassage, aber es war offensichtlich zu spät.
Dmitri Volkov war tot.
Martinez untersuchte den Körper oberflächlich. Keine Verletzungen, keine Anzeichen eines Kampfes. Volkovs Gesicht, die ungewöhnlich geweiteten Pupillen, als wäre er selbst überrascht gewesen. Das Buch lag aufgeschlagen neben der Pritsche, der Tisch war unberührt. Alles wirkte normal, als wäre Volkov einfach zusammengebrochen.
Als wenige Minuten später Dr. Harrison eintraf, konnte dieser nur mehr offiziell Volkovs Tod feststellen. Er untersuchte den Körper methodisch, suchte nach Hinweisen auf die Todesursache.
„Wie lange liegt er schon so da?“, fragte Harrison, während er Volkovs Augenlider hochschob.
„Kann nicht lange sein. Meine letzte Runde war um 17:30 Uhr, da war alles normal.“
Harrison nickte und führte seine Untersuchung fort. Die Symptome deuteten auf einen Herzinfarkt hin – bläuliche Verfärbung, die Körperhaltung, die Gesichtsfarbe. Er zog Volkovs Krankenakte aus seiner Tasche und blätterte sie durch. Dreiundvierzig Jahre alt. Sportlich. Keine Herzprobleme in der Anamnese. Blutdruck normal, Cholesterinwerte in Ordnung. Die letzte ärztliche Untersuchung vor drei Wochen hatte keine Auffälligkeiten gezeigt. „Herzinfarkt bei einem gesunden Dreiundvierzigjährigen“, murmelte Harrison vor sich hin. „Möglich, aber ungewöhnlich.“ Er untersuchte Volkovs Arme nach Einstichstellen, fand aber nichts. Keine Spuren von Drogen oder Medikamenten. Die Zelle war sauber, auch keinerlei Hinweise auf Suizid oder Selbstverletzung. Harrison richtete sich auf und machte sich Notizen. Nach allen äußeren Anzeichen war es ein natürlicher Tod.
„Officer Martinez? Sorgen Sie bitte dafür, dass die Zelle bis zur Untersuchung versiegelt bleibt.“
„Verstanden, Doc. Wissen Sie schon, was vorgefallen ist?“
Harrison zögerte. „Vorläufig sieht es nach einem Herzinfarkt aus. Aber ich empfehle eine Obduktion.“
Eine Stunde später saß Dr. Harrison in seinem kleinen Büro, schrieb seinen Bericht und vervollständigte den Totenschein. Die vorläufige Ursache war einfach: „Verdacht auf Myokardinfarkt.“ Aber er fügte einen zusätzlichen Vermerk unter „Besondere Umstände“ hinzu: „Ungewöhnlich bei einem 43-jährigen ohne Vorerkrankungen. Weitere Untersuchung und Obduktion empfohlen.“ Er wusste, dass, sobald er den Bericht über Volkov abgegeben würde, eine Meldung an das FBI ging. Volkov war schließlich ein wichtiger Zeuge in einem laufenden Verfahren gewesen. Seine Aussage am nächsten Morgen war von großer Bedeutung. Harrison unterschrieb den Bericht und reichte ihn an die Verwaltung weiter. Was auch immer hier passiert war, es war jetzt nicht mehr sein Problem, wenngleich ihn das Gefühl nicht losließ, dass etwas nicht stimmte.
Minuten später war Volkovs Tod offiziell im System und ein automatisches Status-Update an das FBI wurde generiert: „Zeuge Volkov, Dmitri – verstorben.“
Die Namen, die Verbindungen, die Beweise für eine internationale Operation, die weit über simplen Waffenschmuggel hinausging – alles verloren binnen weniger Minuten. Dmitri Volkov hatte sein Wissen mit ins Grab genommen.
Ende der Leseprobe
Ein natürlicher Tod? Für Lukas Voss beginnt hier die Jagd.
Lies weiter, wie Lukas der Spur eines geheimen Projekts folgt, das keine Spuren hinterlässt.
Gratis mit Kindle Unlimited

Hinter dem Buch
Wie Projekt Umbra entstand
Mit jedem Band wurde der Kampf gegen Kovals Netzwerk größer und globaler. Daraus entstand die Idee zu Projekt Umbra.
Lukas und Reyes stehen übermächtigen Gegnern gegenüber, einer unsichtbaren Bedrohung. Sie riskieren ihr eigenes Leben und geben trotzdem nicht auf.
Was Leser über die Serie sagen
Spannung pur.
★★★★★
„Ich bin begeistert von dieser Reihe. Spannung pur und zügig geschrieben.“
Amazon-Rezension zu Doppelspiel
★★★★★
„Ein literarischer Sog, der einen vom ersten Satz an in seinen Bann zieht.“
Amazon-Rezension zu Höhenangst
★★★★★
„Rasant, spannend und voller Überraschungen – ein Thriller, den man nicht mehr aus der Hand legen will.“
Kathi, Amazon-Rezension zu Höhenangst
Ausgaben
Als E-Book, Taschenbuch und gebunden.
| Format | Umfang | ISBN | Erschienen |
|---|---|---|---|
| E-Book (Kindle) | 374 Seiten | – | 18.01.2026 |
| Taschenbuch | 371 Seiten | 979-8242535541 | 18.01.2026 |
| Gebundene Ausgabe | 316 Seiten | 979-8242536388 | 18.01.2026 |
Alle Ausgaben erhältst du über Amazon. Das E-Book ist in Kindle Unlimited enthalten.
© 2026 Paul Chordwell

